Martin Schwenk

Pressetext M + R Fricke Berlin 2012

Ausstellung 19. Mai – 30 Juni 2012
Eröffnung 18. Mai, 19 - 21 Uhr

Martin Schwenk (*1960 Bonn) lebt und arbeitet in Düsseldorf und studierte an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Günther Uecker. Er realisierte Grossprojekte für die Siemens AG Nürnberg und die Münchner Rückversicherungsgesellschaft und erhielt u.a. das Schmidt-Rottluff-Stipendium und Arbeitsstipendium des Kunstfonds e.V. Bonn. Sein Werk wurde im Kunstverein Recklinghausen, in der Kunsthalle Mainz, Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen und der Kunsthalle Düsseldorf, im Kunstmuseum Bonn und in der Bundeskunsthalle Bonn gezeigt.

Zur Zeit hat Martin Schwenk eine Einzelausstellung mit dem Titel „home grown“ im Museum Haus Lange in Krefeld (18. März bis 19. August 2012), zu der ein Katalog in deutscher und englischer Sprache mit Texten von Annelie Pohlen und Heinz-Norbert Jocks, einem Vorwort von Martin Hentschel und einer Dokumentation der Arbeiten herausgegeben wurde und der bei uns verfügbar ist.

"(...) Seit den 1990er Jahren konzentriert sich Martin Schwenk in seiner Arbeit auf die Auseinandersetzung von Natur als emotionale Projektionsfläche, als Rest einer Sozialgesellschaft und als Ausgangspunkt künstlerischer Gestaltung. Seine biomorphen, schrundigen Kreationen hängen an den Wänden und von den Decken herab und winden sich über die Bodenflächen. Jedes Gewächs bildet eine Individualität, deren Abstammung und Beschaffenheit rätselhaft bleibt. Anregungen für seine Skulpturen findet der Künstler mitunter in den Resten einer kultivierten Natur und in den urbanen Zwischenräumen zugebauter Sozialräume.

Schwenk verwendet Materialien, die in gewöhnlichen Baumärkten erhältlich sind. Stoffe wie Acrylglas, Polyester, Epoxidharz, Schaum, Kunststofffolie oder Gips verarbeitet er in aufwendigen und langwierigen Verfahren zu Gebilden, die ebenso auf phantastische Pflanzenwelten verweisen wie sie ihre eigenartige Materialität zur Schau stellen. Immer stärker drängt sich in den Werken der letzten Jahre die exaltierte Stofflichkeit in den Vordergrund. Die Anklänge an pflanzliche Formationen bleiben erhalten, treten jedoch zurück. Das Wundersame zeigt sich nun im Wuchern und Quellen einer überbordenden Materialität. Die Skulpturen wirken roh, weniger überformt, und behalten dennoch ihre faszinierende Fremdartigkeit bei. Martin Schwenk löst aus dem Alltäglichen und Unscheinbaren das Sonderbare und Widerständige heraus."
(Textauszug Kunstmuseen Krefeld 2012)

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte die Galerie M + R Fricke.

Press release M + R Fricke Berlin 2012

May 19 – June 30, 2012
Opening 18 May, 7 - 9 pm

Martin Schwenk (*1960 Bonn) lives and works in Duesseldorf. He studied at the Kunstakademie Duesseldorf under Guenther Uecker and has exhibited throughout Germany. He has realized large scale wall paintings for the Siemens AG, Nuremberg and the Münchener Rückversicherungsgesellschaft, Munich. Martin Schwenk currently has a solo show at the Museum Haus Lange in Krefeld entitled „home grown“, which is accompanied by a catalogue in English and German with texts by Annelie Pohlen and Heinz-Norbert Jocks, a foreword by Martin Hentschel, and a documentation of the exhibits. The publication is now available and can be ordered through the gallery.

"(...) Since the 1990s, Martin Schwenk has deliberated in his work on nature as a screen for projecting our emotions, as a vestige of our society, and as the starting point for artistic work. His biomorphic creations dangle from the walls and ceilings and trail across the floor. Every plant is an individual, whose origins and constitution remain, however, shrouded in mystery. At times the artist finds inspiration for his sculptures in the remnants of a once cultivated nature that can be found in the interstices of built-up urban spaces.

Schwenk uses materials that can be bought at regular hardware stores - such as Plexiglas, polyester, epoxy resin, foam, plastic foil or plaster. He works these in elaborate and painstaking processes into figures that not only point to fantastic vegetal worlds, but also highlight their very fabric. Over the last few years their effusive materiality has become increasingly central. Although the allusions to plant formations are still there, they have taken a step backward. The wondrous reveals itself now in the mushrooming and proliferation of an exuberant matter. The sculptures come across as raw, less modelled, but have lost none of their fascinating strangeness. Martin Schwenk extracts the weird and wilful side from the mundane and quotidian. (...)"
(Text excerpt Kunstmuseen Krefeld 2012)

For further information please contact the gallery M + R Fricke.

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